Florian Rexroth ermöglicht in seinen Arbeiten einen neuen Blick auf Natur im urbanen Raum. Mit einem riesigen weißen Tuch stellt er analog „Bäume der Stadt“ frei. Der ehemalige Schüler des Lette-Vereins Berlin ist mit seiner Abschlussarbeit Preisträger des Wettbewerbes „gute aussichten – junge deutsche fotografie“ und konnte seine Arbeiten international präsentieren.
Die reale aber auch fotografische Extraktion der Bäume aus dem fremden Umfeld der Stadtlandschaft macht deren fragile Existenz sichtbar. Der Fotograf arbeitet im Zeitalter der digitalen Manipulierbarkeit bewusst mit analogen Großformatkameras um seine intimen Portraits zu realisieren. Auch die Aktionen Rexroths sind Teil seiner künstlerischen Arbeit und so ist der Berliner Künstler gleich zweimal bei uns zu Gast. Bei den schweißtreibenden zeitaufwändigen Aktionen entstehen nur Sekundenbruchteile dauernde Momentaufnahmen. Die aufgenommenen Pflanzen scheinen auf den großformatigen Prints in ihrer Detailschärfe zu schweben und evozieren einen träumerischen Blick auf die uns umgebende urbane Umwelt.

Die bei seiner Aktion im Oktober entstandene Fotografie wird im November in der toll ffm zu sehen sein. Der Künstler nutzt den von seinem natürlichen Inhalt und seiner eigentlichen Aufgabe „freigestellten“ Blumenkübel als Rahmen um die ihrerseits aus dem Stadtraum extrahierten Pflanzen zu präsentieren.
07. November 2009 – 16.00
toll ffm, Fahrgasse 15, Frankfurt/Main
after-hour ab 18.00 – reinweiss, Hinter der Schönen Aussicht 9
http://www.tollffm.blogspot.com/