Debüt für das Projektionsareal auf der Luminale 2008, dem Festival der Lichtkultur, dass seit 2000 alle zwei Jahre in Frankfurt (a.M.), parallel zur Light+Building, stattfindet. Zusammen mit der Projektgruppe “Der letztemacht das Licht aus” setzten Projektionsareal e.V. die Jugendkulturkirche St. Peter in Szene.
ProjektionsAreals Hauptinstallation ist “Der Berg Sinai”, eine audiovisuelle Installation in der die Besucher dynamisch aus dem WWW generierte Inhalte aufrufen und mittels ihrer Körperform aufdecken konnten. Offenbarung als Ergebnis des Zusammenspiels von Mensch und Technologie…
Im Rahmen der Luminale08 in Frankfurt a.M. baut ProjektionsZirkus eine interaktive, ans Internet angebundene Installation. Eingeladen von der Projektgruppe “Der letzte macht das Licht aus” präsentiert der Projektionsareal e.V. neben der “Copy Machine” und weiteren Lichtinstallationen die Rauminstallation “Der Berg Sinai”.
Per Internetanbindung werden Bilder, Videos und Audiosamples gemäß themenbezogener Tags via Livestream im WWW aufgestöbert und als Inhalte der menschlichen Silhouetten verwendet. Diese Silhouetten sind die Abbilder der auf der Interaktionsfläche miteinander agierenden Besucher. Mittels dieser Kombination aus direkter und indirekter Kommunikation verwandelt sich die leichte Erhebung des Bodens idealerweise in einen Ort der Offenbarung, in dem Gegensätze zu verschmelzen beginnen und Wiederstände sich auflösen. (weiterlesen…)
Wie steht der Mensch mit seiner Umgebung in Beziehung, welche Verflechtungen gibt es? Welche Wechselwirkungen sind möglich? Wie kann der Raum und seine Wirkung auf den Menschen fühlbar gemacht werden? Wie kann sich diese Sensitivität auf den Menschen auswirken und wie kann man sie für den Menschen steuerbar machen? Und im umgekehrten Fall: Formen, steuern und manipulieren Menschen nicht auch durch ihr Handeln – bewusst oder unbewusst – diese Räume?
Die Ausstellung und das SENSORAMA bieten eine Möglichkeit, sich diesen Fragen zu stellen, spielerisch und mit der dem Menschen angeborenen Neugier. Räumliches Erfahren: Intuition oder Systematik.
Das Konzept ist spannend und bietet einen wirklich breit gefächerten Überblick an künstlerischen Schaffensgebieten: Akteure aus verschiedensten Bereichen, von der klassischen Malerei, über Graffiti, Fotografie und Illugrafie, bis hin zur experimentellen, interaktiv-medialen Raumgestaltung füllen diese umfangreiche Ausstellung rund um das Thema „Mensch und Raum“ mit Leben. Die ausgestellten Werke thematisieren die Interdependenzen zwischen Mensch und Raum und regen den Betrachter zu reflexiven Denkprozessen an. Zentrale Komponente bildet das SENSORAMA, eine begehbare interaktive Rauminstallation auf auditiv-visueller Gestaltungsbasis. Das Aufgebot an internationalen Künstlern reicht von jungen Talenten bis hin zu bereits etablierten Größen ihres gestalterischen Bereichs.
SENSORAMA ist ein interaktiver, multimedialer Raum, welcher die existierende Abhängigkeit zwischen Mensch und Raum erfahrbar werden lässt, indem er diese mit Hilfe modern gestalteter Video- und Soundcollagen verdeutlicht und den Besucher über diese Interdependenzen reflektieren lässt. SENSORAMA fungiert als Vermittler und regt die Menschen zum Austausch untereinander an. Die Installation fördert zwischenmenschliche Kommunikation als Voraussetzung zu Verständigung und Verständnis anderer Menschen sowie fremder Kulturen.
Das Fühlen und Erleben der im Raum befindlichen Atmosphäre…
Durch unsere Sinne können wir uns und unsere Umwelt wahrnehmen. Unsere Sinne bilden die Grundvoraussetzung für das Aufnehmen und Verstehen von Zuständen und Zusammenhängen in jeglicher Situation. Im SENSORAMA soll der Besucher „sich Besinnen“, seine Sinne wie Sehen, Hören
& Fühlen schweifen lassen. Als Hilfsmittel zur Erfassung ermöglichen sie dem Menschen, sich in Räumen zu orientieren. Ohne Sinne keine Raumerfahrung. Weiterhin thematisieren wir die durch Sinneseindrücke hervorgerufenen Gefühle und Gefühlsmomente. „sense“ wird hier nicht nur als „Sinn“ sondern ebenso als „Gefühl“ interpretiert. Die im Raum gefühlte Atmosphäre und die unter den Menschen sowie zwischen ihnen und dem Raum entstehenden Wechselwirkungen bilden einen Hauptaspekt dieser Installation.
SENSORAMA soll einen Anstoß geben, diese Abhängigkeiten zu erleben und die gewonnenen Erkenntnisse ins eigene Leben zu integrieren.
Gerade ist die Ausstellung zu Ende gegangen. Industrial architecture meets INTERDEPENDENZEN media-arts: Das Ambiente perfekt, die Ausstellung ein voller Erfolg. Die Halle02 bot das ideale Umfeld für die Präsentation der vielschichtigen INTERDEPENDENZEN-Ausstellung. Die vielfältigen Darstellungen flossen perfekt in das Umfeld der Halle mit ihren Stahlträgerkonstruktionen ein, gegenseitige Interaktion fand auch hier zwischen Räumlichkeit und Kunst statt. Wir sind froh, die Ausstellung hier präsentiert zu haben und danken allen Beteiligten für ihr Engagement.